Queer Tango

Tango Mann sucht Sex alle Beiden

Bekleideter Mann tanzt mit nackter Frau — die Zweite… 6. Dezember Aktuelles Schlagwörter Damit die Ankündigung einer Milonga in einer kleinen Stadt am Ostrand der Republik überregionales Aufsehen erregt muss schon einiges zusammen kommen. In diesem Fall reichte eine einzige Zutat: Der Vorwurf des Sexismus. Grund: Sie lassen keine Same-Sex-Tanzpaare zu. Da sind nicht einmal die Frauen einig. Das besonders Bemerkenswerte an dieser Chose aber: Ich kann mich nicht erinnern, zu einem Thema auf Facebook jemals einen so hohen Anteil weiblicher Stimmen erlebt zu haben. Rund Mal wurde mein Text in diesem Blog bisher angeklickt. Meine neueren Überlegungen habe ich vorangestellt.

Inhaltsverzeichnis

Und leider oft nicht sonderlich treu. Auf Milongas sind sie bezaubernd charmant. Wenn der Charme etwas zu weit geht, haben wir es mit Affairen-Jägern wenig tun. Sie verraten sich spätestens, wenn ihre Hände zu wandern beginnen.

Navigationsmenü

Dabei wird Sex im Alter sowieso weniger — oder nicht? Wir räumen mit Klischees auf. Ein Artikel von Barbara Dribbusch Die Geschichte geht so: Gunda, 55 Jahre alt und schon länger getrennt, suchte einen Partner — für Freizeit, für Sex, für länger. Sie formulierte eine Kontaktanzeige, ganz traditionsgebunden. Nichts tat sich. Auch jüngere Männer sollen dabei gewesen sein.

Zusammenfassung

Mit alle Stücke zog sich das Thema Mann und Frau, mit Leidenschaft und Entsagung, Anziehungskraft und Ablehnung, Freude und Traurigkeit. Den letztlich immer aussichtslosen Liebeskampf inszenierten Ulrike Schladebach und Stephan Wiesner als Duell der Beine, in dem jede Umbeinung vor Inbrunst bebte. Das Highlight eines sonst etwas zerfaserten Abends. Gleich darauf tauscht das Berliner Tango-Showpaar für Sekunden die Geschlechterrollen, Wiesner auf eine mithin Chaplineske Art selbstironisch. Und dann wirbeln wieder die Kniekehlen.

Historisches

Allgemeinheit Bayern, ebenfalls stets auf öffentliche Decent bedacht, folgten ein Jahr später. Nach Sachverständigenurteil ist er mehr ein sinnliches Reizmittel als ein Tanz. So konnte der Tango in seiner verfeinerten Pariser Version einen Siegeszug ohnegleichen durch ganz Europa und Ostasien antreten, er wurde in Finnland mit der gleichen Leidenschaft getanzt wie in Japan, in Deutschland ebenso wie in Frankreich. Heute ist die Begeisterung für den argentinischen Ballet neu entflammt, eine Sucht, die Millionen ergreift und sie nicht mehr los lässt. Was ist an diesem Tanz so besonders, ja einzigartig? Er entstand etwa um am Rio de la Plata, in den Städten Buenos Aires Argentinien und Montevideo Uruguay. Niemals tanzt man ihn in anständigen Salons oder unter feinen Leuten. Und so blieb es, bis Wirtschaftskrise und Militärdiktatur sowohl in Europa als auch in Argentinien den Tango als öffentliche Tanzveranstaltung verdrängten.

Kommentar